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Kursnummer: P10211

Info: Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der von Babyloniern und nach seiner Wiedererrichtung von den Römern zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden - anders als in byzantinischer Zeit - erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt von arabischer Seite, wo Mufti al-Husseini das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten. Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelbergplateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Moscheen Areal beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.
Joseph Croitoru, geboren 1960 in Haifa, ist Historiker und Journalist. Lange Autor der
Feuilletons der FAZ und der NZZ mit den Schwerpunkten Nahost und Osteuropa, schreibt er
nun u.a. für Spiegel, die Süddeutsche Zeitung der die taz.

Nachspann: Anmeldung erforderlich.
Die Zugangsdaten zur Einwahl erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung rechtzeitig bei der VHS.
Anmeldung bis spätestens 23.04.21.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe VHS.Wissen.Live.

Kosten: 5,00 €

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Dr. Joseph Croitoru

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Veranstaltungskalender

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